„Wir können den Test zum jetzigen Zeitpunkt als zuverlässiges Diagnostikum nicht empfehlen.“

Stellungnahme der Schweizerischen Vereinigung für Kleintiermedizin SVK-ASMPA und von ESCCAP Schweiz zum Entwurmen von Hunden und dem Parasitologie-Test „Wurm-CHECK“ von Microstech AG

Download-Link

Neu: Guideline Pferdeparasiten (e)

A guide to the treatment and control of equine gastrointestinal parasite infections

Download-Link

Nouveau: Schéma ESCCAP Ectoparasites

Nouveau: Schéma ESCCAP Ectoparasites

Download-Link

Archiv

26.06.2018
Nouveau: Schéma ESCCAP Ectoparasites



Nouveau: Schéma ESCCAP Ectoparasites

Download-Link


Neu: ESCCAP-Schema Ektoparasiten



ESCCAP-Schema zur Bekämpfung von Zecken und Flöhen bei Hund und Katze

Download-Link


Nuovo : Schema ESCCAP Ectoparassiti



Nuovo : Schema ESCCAP Ectoparassiti

Download-Link

19.06.2018
Nuovo: Presa di posizione Leishmaniosi




Nuovo: Flyer I gatti sono un pericolo per le donne incinte?



Raccomandazioni aggiornate per la protezione dalla toxoplasmosi delle donne incinte e di altri gruppi a rischio

Download-Link

14.03.2018
Neu: Guideline Small Pet Mammals (e)



Control of Parasites and Fungal Infections in Small Pet Animals (rabbits, rats, mice, gerbils, guinea pigs, hamsters, chinchillas, ferrets)

Download-Link

18.01.2018
Ehrungen für Präsidiumsmitglieder von ESCCAP Schweiz



09.05.2017
Neu: Flyer „Sind Katzen für schwangere Frauen eine Gefahr?“



Aktuelle Empfehlungen zum Schutz vor Toxoplasmose für Schwangere und weitere Risikogruppen

Download-Link

08.05.2017
Neu: Factsheet Giardia duodenalis



Giardia intestinalis kommt bei einer Vielzahl von Wirbeltieren vor und ist bei Jungtieren unter einem Jahr der häufigste Erreger von Endoparasitosen. ESCCAP hat die Hinweise zur Diagnostik, Therapie und Prävention von Giardien innerhalb der Empfehlung Nr. 6 („Bekämpfung von intestinalen Protozoen bei Hunden und Katzen“) überarbeitet.

Download-Link

02.11.2016
Neu: Positionspapier zur Leishmaniose



Leishmania-Infektionen können bei Hunden (und z.T. bei Katzen) zu chronischen, schweren Erkrankungen führen, die unbehandelt tödlich verlaufen. Strassenhunde, streunende Katzen oder Tiere aus Tierheimen in Feriengebieten mit nach Hause zu bringen oder von Tierschutzorganisationen, die sie in die Schweiz importieren, zu übernehmen, ist sehr riskant.

Download

20.05.2016
Vector-borne Deseases Kongress (Granada/Spanien)



19./20.10.2016

ESCCAP is to host a scientific conference to discuss and examine current issues in emerging vector-borne diseases. ESCCAP VBD 2016 will be held on 19–20 October in Granada, Spain.

www.esccap.org

24.04.2015
Neu: Poster „Wurmerkrankungen/Zoonosen“ für Tierarztpraxen



Wurmerkrankungen können für Ihre Haustiere gefährlich sein und ein Gesundheitsrisiko für Sie und Ihre Kinder darstellen (Zoonose).

Poster downloaden


Nouveau: Affiche „Vers et Santé des humains“ pour cabinets vétérinaires



Les infestations par les vers peuvent être dangereuses pour vos animaux de compagnie et représenter un risque pour votre santé et celle de vos enfants (zoonose).

Download Affiche


Nuovo: Manifesto « Infestazioni da vermi/Rischio per la nostra salute » per i studii veterinari



Le infestazioni da vermi possono essere un pericolo per i vostri animali domestici e rappresentano dei rischi per la vostra salute e quella dei vostri figli (zoonose)

Download Manifesto

12.02.2015
Neu: Checkliste für Hunde aus dem Ausland



Leishmaniose, Babesiose, Herzwürmer und Co:
Worauf muss getestet werden? Was sagen die Tests aus?

Viele Organisationen vermitteln Hunde aus südlichen Ländern wie Griechenland, Portugal, Spanien oder der Türkei in die Schweiz. Manche Urlauber entschliessen sich aber auch, einen streunenden oder einen zugelaufenen oder gekauften Hund, den sie vor Ort in ihr Herz geschlossen haben, aus den Ferien mit nach Hause zu bringen.

Checkliste downloaden (pdf)


Neu erschienen: Lehrbuch Krankheiten der Katze



krankheiten-der-katzeDas Buch umfasst alle Krankheiten der Katze, von der Ätiologie bis zur Prognose. Es ist schnelle Entscheidungshilfe, Lehrbuch und Nachschlagewerk in einem. Das renommierte Autorenteam hat sämtliche Kapitel auf den neuesten Stand gebracht, inklusive modernster Diagnostikmethoden und Erfolg versprechender Therapiekonzepte. Die Neuauflage ist dank verbesserter Gliederung noch übersichtlicher geworden.

Zu diesem Buch haben mit PD Dr. Manuela Schnyder und Prof. Dr. Peter Deplazes die aktuelle Präsidentin und der Gründer-Präsident von ESCCAP Schweiz (zusammen mit Dr. med. vet. habil. Steffen Rehbein) das Kapitel „Parasitosen“ beigesteuert. Es behandelt Protozoeninfektionen, Helminthosen und Ektoparasitosen.

Prof. Dr. med. vet. Hans Lutz, Prof. Dr. med. vet. Barbara Kohn, Prof. Dr. med. vet. Frank Forterre

5., vollständig überarbeitete Aufl., November 2014
Enke-Verlag, Stuttgart
1‘080 S., 794 Abb.
Euro 169.99
ISBN: 9783830412427

26.05.2014
Echinococcus Kongress (Vilnius/Litauen)



8./9.10.2014

ESCCAP is pleased to announce that it will be holding an Echinococcus meeting at the Lithuanian Academy of Sciences (LAS) in Vilnius.  The conference will be a One Health Initiative involving surgeons, medical practitioners, veterinary practitioners, epidemiologists and ecologists and it is anticipated that the event will attract delegates from across the world representing a wide range of disciplines. The Scientific Committee will be chaired by Professor Peter Deplazes (CH) and comprises Professors Bruno Gottstein (CH) and Thomas Junghanss (D).

www.esccapevents.org/


Kongress ParaTrop2014 (Zürich)



16. – 19.7.2014

Gemeinsamer Kongress der Deutschen Gesellschaft für Parasitologie DGP, der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und internationale Gesundheit DTG und der Schweizer Gesellschaft für Tropenmedizin und Parasitologie SGTP, organisiert von den Instituten für Parasitologie der Universitäten Bern (Prof. Bruno Gottstein) und Zürich (Prof. Peter Deplazes)

www.paratrop2014.uzh.ch

26.02.2014
Angiostrongylus vasorum-Infektion
des Hundes




Virbac plus Literaturservice

Download PDF

15.11.2013
„Wir können Test zur Zeit nicht empfehlen“



Interview mit
PD Dr. Manuela Schnyder/Dr. Jean C. Pfister
Hunde, 11/13
15. November 2013
Download-Link

26.09.2013
Zum Parasitologie-Test „Wurm-Check“ von Microstech AG



In Bezug auf den in der Aargauer Zeitung und andernorts erwähnten Parasitologie-Test „Wurm-Check“ halten wir Folgendes fest, auch nach ersten zusätzlichen Informationen, welche wir von der Firma per E-Mail erhalten haben:

 

  • Wir konnten an keiner Stelle, weder auf der Homepage von Microstech AG (www.microstech.com/services/produkte/wurmcheck.html) noch in der wissenschaftlichen Literatur, eine Evaluation des angepriesenen Tests „Wurm-Check“ finden. Dementsprechend ist es uns auch nicht möglich zu sagen, was der Test effektiv leisten kann.
  • Der angepriesene Test „ Wurm-Check“ soll auf DNA-Analytik basieren (die Methode wurde auf unsere Anfrage nicht präzisiert), und dieses Vorgehen sei präziser und sicherer. Hierzu werden jedoch keine Vergleichsstudien erwähnt. Wir wissen aus zahlreichen Publikationen, u.a. gerade im Bereich der Bandwürmer, dass der DNA-Nachweis im Kot nicht zu unterschätzende Probleme hat (z.B. „Knacken“ der Wurm-Eier, um DNA freizusetzen). Im Vergleich zu den gängigen Kotuntersuchungen werden für DNA-Analysen jeweils  nur sehr kleine Mengen (200 mg) untersucht, was die Sensitivität von DNA-Analysen ohne vorgängige Parasitenanreicherung schmälert.
  • Der Ansatz des Testes, ein breites Spektrum von Parasiten gleichzeitig zu testen, ist sicherlich zukunftsträchtig. Der Test „Wurm Check“ wurde gemäss Auskunft der Firma nach ISO 16140 (Microbiology of food and animal feeding stuffs) validiert. Die Spezifikationen des Testes (betr. Spezifität und Sensitivität) mit klinischen und diagnostischen Proben sind nicht evaluiert. Dies soll, wiederum gemäss Auskunft der Firma,  im Ausland im Gange sein. Unter diesen Gegebenheiten können wir den Test nicht empfehlen.
  • Preis und Spektrum der analysierten Parasiten (es handelt sich um eine Liste, die nicht nur Helminthen, sondern auch Protozoen wie Giardia und Cystoisospora aufführt) sind auf der erwähnten Homepage ersichtlich, zusammen mit weiteren Laboranalysen, die die Firma anbietet, im Bereich Agronomie, Lebensmittel, Wasser, Kosmetik, Pharma, Umwelt, Hygiene u.a., sowie Rechtsberatung, Training, Business Development. Im Team der 6 aufgeführten MitarbeiterInnen finden sich keine TierärztInnen.
  • Bezüglich den auf der Homepage aufgeführten Aussagen zum Immunsystem von Hunden („Ein gesundes Immunsystem hat genügend Abwehrmechanismen gegen die verschiedensten Parasiten und Mikroorganismen, sowohl beim Menschen wie beim Tier. Der beste Schutz vor Parasiten ist zweifelsohne ein gesundes und intaktes Darmmilieu. Wäre dem nicht so, wären alle wild lebenden Tiere längst ausgestorben.“) denken wir, dass sich jeder Tierarzt und jede Tierärztin eigene Gedanken macht.
  • Hingegen möchten wir darauf hinweisen, dass jedes einzelne Wurmmittel einem sehr rigorosen Prüfungsverfahren unterstellt ist, das alle auch nur minimen Nebenwirkungen erfasst, bevor es überhaupt in den Handel kommt. Deshalb  erscheinen uns die Aussagen bezüglich Schwächung des Immunsystems, Schädigung der Darmflora und Chemiekeule unangebracht.

Im Namen von

Schweizerische Vereinigung für Kleintiermedizin
www.kleintiermedizin.ch

Dr. méd. vét. Jean C. Pfister
Präsident

und ESCCAP Schweiz
www.esccap.ch

PD Dr. med. vet. Manuela Schnyder
Dipl. EVPC, FVH, Präsidentin

 

Lausanne/Zürich, 26.9.13

21.01.2013
Neu erschienen: Lehrbuch der Parasitologie für die Tiermedizin



Parasitologie für Studium, Weiterbildung und Praxis – der Klassiker der Veterinärparasitologie ist ideal für Prüfungsvorbereitung und maximal praxisrelevant. Das Buch, an welchem mit Prof. Deplazes und Prof. von Samson die Präsidenten von ESCCAP Schweiz und ESCCAP Deutschland federführend waren, ermöglicht leichtes, strukturiertes Lernen durch klare Stoffgliederung und praktische Kapitelzusammenfassungen. Alle relevanten Protozoen, Helminthen und Arthropoden werden als Ursachen parasitärer Erkrankungen oder als Überträger von Erregern dargestellt. Tierspezifische Übersichten zu Therapie und Bekämpfungsmassnahmen sorgen für schnelle Orientierung. Auch Zoonosen und der Befall von Lebensmitteln mit Parasiten werden behandelt. Einprägsame Entwicklungszyklen sowie hervorragende Farbfotos der klinischen Symptome und pathologischen Veränderungen veranschaulichen den Inhalt. Diagnostische Tafeln ermöglichen schnelle Differenzierung der Entwicklungsstadien unter dem Mikroskop. Alle Inhalte sind vollständig aktualisiert und auf den Lehrplan abgestimmt worden.

Lehrbuch der Parasitologie
für die Tiermedizin

Prof. Dr. med. vet. Peter Deplazes, Prof. Dr. med. vet., Dr. h.c. Johannes Eckert, Prof. Dr. med. vet. Georg von Samson-Himmelstjerna, Prof. Dr. med. vet. Horst Zahner

3., überarbeitete Aufl., November 2012
Enke-Verlag, Stuttgart
639 S., 421 Abb.
CHF 124.80 (Euro 99.99)
ISBN: 978-3830411352

23.02.2011
Wie lange dauert die Winterruhe von Zecken?



Zecken überwintern in Form von Eiern, Larven und Nymphen in oberen Erdschichten oder unter dichtem Laub. In ihre *Winterruhe* begeben sich diese Zeckenstadien, wenn die Aussentemperatur auf unter 6-8 Co sinkt. Entscheidend ist dann, wie lange es kalt, also unter 6-8 Co, bleibt. Denn sobald die Temperaturen im Frühjahr über 6-8 Co steigen, werden die Zecken wieder aktiv. Ab diesem Zeitpunkt müssen Hunde und Katzen dann vor Zecken und von Zecken übertragenen Krankheiten geschützt werden.

14.01.2011
Hartnäckige Durchfälle



Hartnäckige oder immer wiederkehrende Durchfälle bei Hunden und Katzen können von bestimmten einzelligen Parasiten, den Giardien verursacht werden.
Durchschnittlich jeder 6. Hund und jede 8. Katze in Deutschland ist von Giardien befallen, berichtete Dr. D. Barutzki vom Tierärztlichen Labor Freiburg kürzlich auf einer parasitologischen Fachtagung in München. Betroffene Hunde und Katzen scheiden die Parasiten mit dem Kot aus, so dass Giardien über die Umwelt, verunreinigtes Wasser oder den Kontakt mit dem Kot von Artgenossen übertragen werden können. Zur Behandlung gegen die Parasiten gibt ESCCAP folgende Tipps:
1. Wichtig ist, dass betroffene Tiere mit geeigneten Medikamenten in der richtigen Dosierung ausreichend lang behandelt werden. Besprechen Sie dies mit Ihrer Tierarztpraxis.
2. Zusätzlich sollten gründliche Reinigungs- und Desinfektionsmassnahmen rund um das Tier und im Haushalt vorgenommen werden. Bewährt hat sich dabei der Einsatz von Dampfreinigern. Alternativ kann die Reinigung mit heissem Seifenwasser (>60° C) erfolgen. Wichtig ist in beiden Fällen, dass die behandelten Flächen gründlich abtrocknen, weil die Giardien in Wasser überleben!
3. Langhaarige Tiere sollten nach der Behandlung gründlich shampooniert werden, um einer erneuten Infektion vorzubeugen.
4. Da die Rückfallquote hoch ist, sollte die Behandlung nach 2-3 Wochen wiederholt werden.

31.08.2010
Vor der Impfung unbedingt entwurmen. Wieso?



Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen von Hunden und Katzen durch einen Wurmbefall werden vielfach unterschätzt. Wie stark Organismus und Immunsystem beansprucht werden, zeigt zum Beispiel die Tatsache, dass es bei einem Spulwurmbefall nicht selten zu einer Veränderung im Blutbild kommt. Weisse Blutkörperchen, die der Immunabwehr dienen, treten dann vermehrt auf. Auch leberspezifische Enzyme können erhöht sein. Aus diesem Grund sollten Hunde und Katzen bei einer Impfung keinen akuten Wurmbefall haben, da die notwendige Immunantwort auf die Impfung sonst gestört werden und die Impfung weniger wirksam sein könnte.
Was genau können Tierhalter tun, um dies zu verhindern? Möglich ist eine Kotuntersuchung wenige Tage vor der Impfung oder aber eine Entwurmung mindestens 14 Tage und maximal 4 Wochen vor der Impfung.

30.07.2010
Wie hängen Floh- und Bandwurmbefall zusammen?



Das Besondere an Bandwürmern ist, dass sich Hunde und Katzen damit nicht anstecken, indem sie Wurmeier, die andere Tiere mit dem Kot ausscheiden, aufnehmen, sondern eine Übertragung über so genannte „Zwischenwirte“ stattfindet. So stecken sich Hunde und Katzen z.B. mit bestimmten Bandwürmern an, wenn sie befallene Beutetiere wie Mäuse oder Kaninchen fangen und fressen.
Nun gibt es auch einen Bandwurm, den so genannten Gurkenkernbandwurm, der den Floh als Zwischenwirt hat. Hat ein Tier Flöhe und nimmt es diese aus Versehen auf, z. B. durch Belecken der juckenden Stellen oder das „Knacken“ von Flöhen, kann es sich auf diesem Weg mit dem Gurkenkernbandwurm anstecken.
Sinnvoll ist es daher, einem Flohbefall bei Hund und Katze gewissenhaft vorzubeugen und, wenn ein Flohbefall vorliegt, das Tier nicht nur gegen Flöhe, sondern auch gegen Bandwürmer zu behandeln bzw. eine Kotprobe auf einen Bandwurmbefall untersuchen zu lassen.

30.06.2010
Wirkverlust (Resistenzen) bei Wurmkuren möglich?



Manche Tierhalter haben die Sorge, dass bei häufiger Nutzung von Wurmkuren die Wirkstoffe mit der Zeit ihren Effekt verlieren und irgendwann nicht mehr helfen (Resistenz). Diese Sorge ist verständlich, aber bisher unbegründet. Denn bei Hunden gab es bisher nur wenige Fälle in Australien, in denen vermutet wurde, dass Hakenwürmer auf einen bestimmten Wirkstoff nicht mehr reagieren oder unempfindlich dagegen wurden.
Anders ist dies bei Schafen und Pferden. Hier gibt es zahlreiche nachgewiesene Fälle solcher Wirkverluste. Dies ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass in Schafbetrieben und Pferdeställen eine grosse Gruppe permanent zusammenlebender Tiere in hoher Frequenz mit dem gleichen Wirkstoff behandelt wird. Die dort im Betrieb lebende „Wurmfamilie“ bekommt somit die Gelegenheit, sich über Generationen hinweg auf Dauer zunehmend gegen diesen Wirkstoff zu wappnen.
Bei Hunden und Katzen, die in einem normalen Haushalt leben, sind diese Voraussetzungen aber nicht gegeben. Sie werden einzeln zu unterschiedlichen Zeitpunkten und mit einer Vielzahl unterschiedlicher Wirkstoffe behandelt. Darüber hinaus kommen sie auf ihren Spaziergängen und Ausflügen mal hier, mal dort mit immer wieder neuen „Wurmpopulationen“ in Kontakt. Die Gefahr, dass sich Resistenzen ausbilden, ist daher sehr viel geringer.
Ein Sonderfall sind grössere Hunde- und Katzenbestände wie Tierheime, Zwinger, grosse Zuchten oder ähnlich intensive Haltungsformen. Zwar gibt es auch hier keine dokumentierten Fälle eines Wirkverlusts, aber aus der Erfahrung der Grosstierhaltung heraus empfiehlt es sich, die Anwendung von Wurmkuren in solchen grösseren Hunde- und Katzenbeständen sorgfältig zu planen, die Wirkstoffe zu wechseln und Entwurmungen durch Kotuntersuchungen zu begleiten, um die anhaltende Wirksamkeit der Wirkstoffe sicher zu stellen.

31.05.2010
Kann man gegen Zecken impfen?



Es gibt derzeit noch keine Impfungen für Hunde und Katzen, die einen Zeckenbefall verhindern oder dazu führen, dass Zecken auf dem Tier abgetötet werden. Einen Impfstoff gibt es lediglich für eine von Zecken auf Hunde übertragbare Erkrankung, die Borreliose. Ob eine solche Borreliose Impfung sinnvoll ist, muss im Einzelfall entschieden werden, z. B. anhand der Region, in der ein Hund lebt und ausgeführt wird. Fragen Sie daher Ihre Tierarztpraxis, ob eine solche Impfung für Ihr Tier einen zusätzlichen Schutz bieten würde.

Aber: Gegen einige andere von Zecken übertragene Erkrankungen wie die Anaplasamose oder Babesiose gibt es derzeit ohnehin noch keine Impfstoffe. Ein sicherer Schutz vor Zecken ist daher über die gesamte Zeckensaison empfohlen.

Unsere konkrete Empfehlung zum Zeckenschutz lautet:
1) Tiere mit sehr geringem Risiko (z. B. mit begrenztem oder keinem Zugang ins Freie und ohne Kontakt zu anderen Tieren): Diese Tiere sollten nach jedem Aufenthalt im Freien eingehend auf einen Zeckenbefall untersucht werden. Wird eine Zecke gefunden, so sollte diese umgehend entfernt und das Tier mit einem Zeckenschutz-Präparat behandelt werden, um sicher zu gehen, dass auch nicht gefundene Zecken abgetötet werden.

2) Tiere mit durchschnittlichem Risiko (z. B. mit regelmässigem Zugang ins Freie und Kontakt zu anderen Tieren ausserhalb des Haushaltes): Hier wird die vorbeugende Anwendung eines Zeckenschutz-Präparates über die gesamte Zeckensaison empfohlen. Die Anwendung sollte in solchen Abständen geschehen, dass ein lückenloser Schutz erreicht wird. Das heisst: Schützt ein Präparat z. B. 4 Wochen, wird es alle 4 Wochen angewendet, schützt es 10 Wochen, wird es alle 10 Wochen angewendet.

3) Tiere mit einem hohen, anhaltenden Risiko (z. B. Tierheime, Zuchten, Haushalte mit mehreren Tieren, Jagdhunde): Bei hohem, anhaltenden Risiko für einen Zeckenbefall wird eine ganzjährige Anwendung eines Zeckenschutz-Präparates auch ausserhalb der Hauptsaison empfohlen. Unter Umständen ist darüber hinaus eine Umgebungsbehandlung in Gehegen, Zwingern und Boxen sinnvoll.

30.04.2010
Hygiene schützt vor Wurmbefall



Die Vorstellung, dass sich das eigene Tier bei Spaziergängen oder Streifzügen im Freien am Kot anderer Tiere mit Würmern ansteckt, ist ärgerlich und unappetitlich. Zumal unsichtbare Wurmeier in dem Kot nicht nur für andere Tiere, sondern auch für den Menschen ansteckend sein können.

Nach dem Motto „Was Du nicht willst, das man Dir tut, das füg auch keinem anderen zu“ sollten Tierhalter daher gewissenhaft dafür Sorge tragen, dass ihr Tier so wenig Wurmeier wie möglich in der Umwelt hinterlässt.

Entscheidend ist dabei – neben der regelmässigen Kotuntersuchung und/oder Entwurmung des eigenen Tieres – die gewissenhafte Beseitigung von Hunde- und Katzenkot. Der Kot sollte beim Spaziergang wie auch im Garten täglich aufgesammelt und in einem verschlossenen Tütchen über den normalen Müll entsorgt werden. Auf keinen Fall darf man ihn in der Toilette hinunterspülen oder auf den Kompost geben.

Wie häufig eine Kotuntersuchung oder Entwurmung bei einem Tier vorgenommen werden sollte, hängt von den individuellen Lebensbedingungen ab, z. B. der Art des Auslaufes und dem Kontakt zu anderen Tieren Hier können Sie anhand weniger Fragen die für Ihr Tier empfohlenen Abstände für Kotuntersuchungen oder Entwurmungen individuell ermitteln.

31.03.2010
5 Experten-Tipps zum Schutz vor Reisekrankheiten



Kurz, knapp und leicht verständlich gibt ESCCAP Schweizer Hundehaltern, die mit ihrem Hund ins Ausland reisen möchten, folgende Tipps zum Schutz des Vierbeiners vor Leishmaniose und Herzwürmern:

Leishmaniose

– Grundsätzlich sollte vor jeder Reise in riskante Gebiete überlegt werden, ob der Hund überhaupt mitgenommen und damit einem Infektionsrisiko ausgesetzt werden soll.

– Überträger der Leishmaniose sind Sandmücken der Gattung Phlebotomus. Diese sind vor allem im Mittelmeerraum, in Afrika und dem Mittleren Osten weit verbreitet. Dort sind sie mindestens von April bis November aktiv.

– Zum Schutz vor Stichen der Sandmücken sollten Hunde daher vor Ort nach Einbruch der Abenddämmerung, wenn die Mücken am aktivsten sind, möglichst im Haus gehalten werden. Optimal ist es, Fenster und Türen mit engmaschigen Mückennetzen zu sichern. Zusätzlich ist empfohlen, die Hunde über die gesamte Reisezeit mit Tierarzneimitteln zu behandeln, die Sand- und Stechmücken nachweislich abwehren. Wichtig: Die Behandlung muss rechtzeitig vor der Ankunft am Reiseziel vorgenommen werden, bei Halsbändern mindestens eine Woche, bei Spot-On-Präparaten mindestens 24 Stunden zuvor.

Herzwürmer

– Der Herzwurm (Dirofilaria immitis) ist ebenfalls in zahlreichen Ländern Süd- und Osteuropas verbreitet, wo er von Stechmücken übertragen wird. Die Saison dieser Mücken reicht von mindestens April bis Oktober.

– Oben genannte Massnahmen zum Schutz vor Mücken sind auch hier empfohlen.

– In Regionen, in denen Herzwürmer übertragen werden können, sollte ergänzend eine Wurmbehandlung angewendet werden, durch die übertragene Herzwurmlarven abgetötet werden, bevor diese das Herz des Hundes erreichen. Diese Behandlung muss spätestens 30 Tage nach der ersten Infektionsmöglichkeit einsetzen und bei längeren Aufenthalten bis 30 Tage danach in monatlichen Abständen fortgesetzt werden.

Verbreitungsgebiet Herzwurm und Leishmaniose in Europa

03.03.2010
Wurmbefall schwächt Immunsystem



Die gesundheitliche Beeinträchtigung von Hunden und Katzen durch Wurmbefall wird vielfach unterschätzt. Wie stark Organismus und Immunsystem beansprucht werden, zeigt zum Beispiel, dass es bei einem Spulwurmbefall nicht selten zu einer Veränderung im Blutbild kommt. Weisse Blutkörperchen, die der Immunabwehr dienen, treten dann vermehrt auf Auch leberspezifische Enzyme können erhöht sein. Trotz dieser Fakten wird der Bekämpfung von Würmern oft wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Dabei ist die Umsetzung einer effektiven Wurmkontrolle bei Hund und Katze mit relativ wenig Aufwand möglich.

16.12.2009
12 x entwurmen – ist das Ihr Ernst?



Für bestimmte Hunde und Katzen empfiehlt ESCCAP eine monatliche Entwurmung. Immer wieder fragen Tierhalter/innen bei ESCCAP an, worauf sich diese Empfehlung stützt. Hierzu folgende Hintergründe:

1. Eine monatliche Entwurmung bzw. Kotuntersuchung wird ausdrücklich nur für Tiere mit hohem Infektionsrisiko empfohlen, d.h. bei Tieren, die z. B. freien Auslauf ohne Aufsicht haben, den Kot von Artgenossen, Beutetiere oder Aas fressen oder als Jagdhund geführt werden. Diese Empfehlung basiert auf wissenschaftlichen Fakten: Sehr hohes Ansteckungsrisiko kombiniert mit einem Entwicklungszyklus der relevanten Würmer in Hund oder Katze von rund 4 Wochen. Das monatliche Vorgehen ist daher aus rein wissenschaftlicher Sicht richtig, wenn im Alltag auch nicht immer durchzusetzen oder erwünscht.

2. Ist das Infektionsrisiko eines Tieres geringer, helfen auch weniger häufige Massnahmen, um Tiere und Menschen weitgehend zu schützen und eine Kontamination der Umwelt mit infektiösen Wurmeiern eindämmen zu können. Welchen Spielraum man hier nutzt, ist eine individuelle Entscheidung. Studien haben aber gezeigt, dass vier Massnahmen pro Jahr nicht unterschritten werden sollten.

3. Sind Wurmkuren nicht gewünscht, können selbstverständlich alternativ auch Kotuntersuchungen vorgenommen werden. Diese müssen dann aber ebenso häufig und regelmässig durchgeführt werden, um einen Wurmbefall so schnell wie möglich erkennen und behandeln zu können. Die Kosten sind vergleichbar. Es geht also nicht darum, „Wurmkuren anzuwenden“, sondern Massnahmen zu treffen, die Tier und Mensch sinnvoll schützen.

4. Unverzichtbar ist eine monatliche Entwurmung dann, wenn Sie eine Garantie dafür haben möchten, dass Ihr Tier „wurmfrei“ ist und keine für den Menschen ansteckenden Wurmstadien ausscheidet. Auch bei Therapiehunden oder Tieren, die z. B. m Umfeld immunsupprimierter Personen gehalten werden, sind monatliche Massnahmen zu empfehlen.

Die ESCCAP-Empfehlungen sind also nicht als Vorschrift zu verstehen, sondern als sachliche Information zur Orientierung für die Praxis. Und sollte ein Fall nicht ‚ins Schema‘ passen, so stehen wir hier gern mit individuellem Rat zur Seite, denn letztlich lässt sich für jeden Fall eine passende Lösung finden.

20.11.2009
Wie lange wirkt eine Wurmkur eigentlich?



Wenn Sie Ihrem Hund oder Ihrer Katze eine Wurmkur geben, wirkt diese rund 24 Stunden lang. In dieser Zeit werden die Würmer und deren Entwicklungsstadien, die sich im Darm des Tieres befinden, abgetötet. Das heisst, Hund oder Katze haben nach rund 24 Stunden keine Würmer mehr in sich und scheiden keine ansteckenden Wurmeier mehr aus. Sie können sich dann aber direkt nach der Behandlung neu anstecken, indem sie aus dem Umfeld neue Wurmeier aufnehmen. Tun sie dies, dauert es einige Wochen, bis sich aus diesen Eiern im Darm des Tieres wieder neue Würmer entwickelt haben, die Eier legen, welche wieder ausgeschieden werden können. Bei Spulwürmern dauert dies rund 4 Wochen, bei Bandwürmern meist länger. Bei den eher selten vorkommenden Hakenwürmern können es auch weniger als 4 Wochen sein. Das heisst, eine Wurmkur wirkt rund 24 Stunden lang und das Tier kann sich sofort am Tag nach der Entwurmung wieder anstecken. Erwachsene Würmer und ansteckende Eier befinden sich aber erst nach einigen Wochen wieder im Darm bzw. Kot des Tieres. Wichtig zu wissen: Es geht nicht unbedingt darum, ein Tier immer komplett wurmfrei zu haben. Vor allem ist es Ziel, dass man einen Wurmbefall stoppt, bevor er zu stark wird und dem Tier schadet, und eine Ausscheidung ansteckender Eier gering zu halten. Bei normalem Infektionsrisiko sind dafür 4 Entwurmungen im Jahr im Abstand von jeweils 3 Monaten empfohlen.

29.10.2009
Floh- und Zeckenschutz auch in Herbst und Winter



Für einige Hunde und Katzen empfiehlt ESCCAP einen Floh- und Zeckenschutz auch in den Herbst- und Wintermonaten. Denn Flöhe finden in beheizten Räumen optimale Bedingungen und haben damit unabhängig vom Klima das ganze Jahr über Saison. Und auch die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) ist in Deutschland bei günstiger Witterung von Februar bis Dezember aktiv. Für die Zecke Ixodes ricinus (Holzbock) geht die Saison von März bis Juni und von September bis November. Unsere Empfehlung lautet daher:

  • Hunde und Katzen mit einem durchschnittlichen Ansteckungsrisiko (z. B. freier Auslauf und Kontakt zu Artgenossen) ganzjährig vor Flöhen schützen, innerhalb der Saison zusätzlich gegen Zecken behandeln.
  • Bei Hunden, die in Regionen leben, in denen Zecken vorkommen, die mit Erregern zeckenübertragener Erkrankungen infiziert sind (z. B. Borreliose, Babesiose), den Zeckenschutz ganzjährig vornehmen.
  • Bei Tieren mit einem überdurchschnittlichen Ansteckungsrisiko, z. B. in Zuchten oder Zwingern; Tierheimen oder Tierpensionen, zusätzlich eine Bekämpfung der Parasiteneier und -larven in der Umgebung des Tieres durchführen.
08.09.2009
Wie stelle ich fest, ob mein Tier Flöhe hat?



Kratzt sich ein Tier regelmässig, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass es Flöhe hat, recht hoch. Nicht immer lassen sich die Flöhe mit dem blossen Auge auf dem Tier erkennen. Vor allem bei Tieren mit dunkel pigmentierter Haut, dunklerem, langem oder dichtem Fell sind die winzigen Parasiten kaum zu sehen. Relativ sicher ist dagegen folgender Test: Kämmen Sie das Fell Ihres Tieres mit einem extrem engzackigen Kamm (Flohkamm) ganz nah an der Haut und geben Sie das auskämmte Material (Hautschuppen, Talg) auf ein feuchtes Küchen- oder Taschentuch. Sieht dieses Material wie eine Art „Kaffeesatz“ aus (bräunliche Krümel) und verfärbt sich das Tuch rund um das Material rötlich, so spricht dies für einen Flohbefall, da Flöhe mit ihrem Kot kleine Mengen Blut ausscheiden, das mit ausgekämmt und auf diese Weise sichtbar wird. Finden Sie solche Hinweise auf einen Flohbefall, sollten Sie in Ihrer Tierarztpraxis nach geeigneten Präparaten zur Behandlung Ihres Tieres und dem „Floh-Nachwuchs“ in der Umgebung Ihres Tieres fragen. Wichtig ausserdem: Flöhe können Bandwürmer auf Hunde und Katzen übertragen, daher sollten Sie Ihr Tier parallel zur Flohbehandlung auch entwurmen.

29.07.2009
Wie entferne ich eine Zecke richtig?



Entdecken Sie eine Zecke auf Ihrem Tier, so sollten Sie diese umgehend entfernen, um eine mögliche Übertragung von Krankheitserregern zu verhindern. Zur Entfernung der Zecke sollten Sie geeignete Instrumente wie z. B. Zeckenzangen verwenden. Entfernen Sie die Zecke dagegen allein mit den Fingern, besteht die Gefahr, dass die Zecke gequetscht wird und dadurch Krankheitserreger in den Stichkanal gedrückt werden. Geben Sie vor dem Entfernen auch keine Substanzen wie Öl, Alkohol, Klebstoff oder Äther auf die Zecke.

Zecken sind mit ihren Mundwerkzeugen in der Haut festgehakt. Man sollte sie daher gleichmässig und nicht zu stark aus dem Stichkanal nach oben herausziehen, damit sie sich langsam lösen können. Ein Drehen der Zecke wird nicht empfohlen, da dabei nicht selten Teile der Zecke in der Haut stecken bleiben. Besser ist es, die Zecke nahe an der Haut zu fassen und gleichmässig von der Einstichstelle gerade heraus wegzuziehen. Es kann eine halbe Minute dauern, bis sich die Zecke löst, dann aber gleitet sie ganz leicht aus der Haut. Nach Entfernung der Zecken wird die Anwendung eines Zeckenschutz-Präparates empfohlen, da sich nicht unbedingt alle auf dem Tier befindlichen Zecken, vor allem winzig kleine Zeckenstadien, sicher finden und entfernen lassen.

16.06.2009
Testen Sie hier: Wie oft muss ich mein Tier entwurmen?



Je nach Alter, Haltungsform, Ernährung und Nutzung Ihres Tieres ist sein Risiko, sich mit Würmern anzustecken, unterschiedlich hoch. Ermitteln Sie hier das individuelle Risiko Ihres Tieres und lesen Sie Ihre persönliche Entwurmungsempfehlung.








Get Adobe Flash player









29.05.2009
Maikätzchen – Parasitenschutz von Anfang an



In diesen Wochen werden die so genannten Maikätzchen geboren und schon bald in ein neues Zuhause abgegeben. Da sich Katzenwelpen bereits über die Muttermilch massiv mit Spulwürmern anstecken können, ist es wichtig, sie von Anfang an sachgerecht gegen Würmer zu behandeln. Die erste Entwurmung von Mutter und Jungen sollte bereits 3 Wochen nach der Geburt und dann in 14-tägigen Abständen bis 2 Wochen nach der letzten Aufnahme von Muttermilch stattfinden. Tut man dies nicht, kann es zu einem massenhaften Wurmbefall der Kätzchen kommen, was bleibende Schäden verursachen und sogar zum Tode der Welpen führen kann. Im neuen Zuhause entscheidet dann die individuelle Haltungsform über die empfohlene Häufigkeit weiterer Entwurmungen bzw. Untersuchungen von Kotproben. Freilaufkatzen sollten zum Beispiel monatlich entwurmt werden, bei reinen Wohnungskatzen, die keinen Kontakt zu Artgenossen ausserhalb des Haushaltes haben, reicht dagegen eine Behandlung oder Kontrolle 1-2 Mal im Jahr. Die neuen Katzenhalter sollten sich dazu individuell in Ihrer Tierarztpraxis beraten lassen.

04.05.2009
Ferien: Entwurmung sachgerecht planen



Werden Hunde und Katzen während der Ferienzeit in einer Tierpension oder bei einem Tiersitter gemeinsam mit anderen Hunden und Katzen untergebracht, so sollten die Entwurmungen vor und nach dieser Zeit gezielt eingeplant werden. Der Vierbeiner sollte rund um die Urlaubsbetreuung 2 x entwurmt werden. Das erste Mal innerhalb von 4 Wochen vor dem Aufenthalt und das zweite Mal 2 bis 4 Wochen nach seiner Rückkehr. Mit diesen beiden Entwurmungen wird das Risiko eingedämmt, dass ansteckende Wurmstadien von zu Hause in die Unterkunft – und umgekehrt – verschleppt werden.

31.03.2009
Was tun bei Giardien?



Giardien sind winzige, einzellige Parasiten, die im Dünndarm sitzen. Betroffene Hunde und Katzen scheiden ansteckende Stadien mit dem Kot aus, so dass Giardien über die Umwelt, verunreinigtes Wasser oder den direkten Kotakt mit (dem Kot von) Artgenossen übertragen werden können. Ist ein Tier befallen kann dies zu Krankheitsanzeichen wie Verdauungsstörungen und Durchfall führen.
Oft erhalten wir bei ESCCAP die Anfrage, wie es sein kann, dass die Probleme trotz Behandlung nicht weg gehen. Dazu folgende Tipps:
1. Wichtig ist, dass betroffene Tiere mit geeigneten Medikamenten in der richtigen Dosierung ausreichend lang behandelt werden. Besprechen Sie dies mit Ihrer Tierarztpraxis.
2. Da die Rückfallquote bekanntermassen hoch ist, sollte die Behandlung nach 2-3 Wochen wiederholt werden.
3. Zusätzlich sollten Sie in Absprache mit Ihrer Tierarztpraxis gründliche Reinigungs- und Desinfektionsmassnahmen rund um das Tier und im Haushalt vornehmen.
Dass Giardien schwer zu behandeln sind und oft nur ein bescheidener Behandlungserfolg eintritt, ist nicht selten. Lassen Sie sich dennoch nicht entmutigen und versuchen Sie, weiter konsequent dagegen vorzugehen.

19.02.2009
Wohnungskatzen – wie oft entwurmen?



Wohnungskatzen haben ein relativ geringes Risiko, sich mit Würmern anzustecken, aber: Auch Wohnungskatzen können Würmer haben und für den Menschen ansteckende Wurmeier ausscheiden.

In einer Untersuchung an der Tierärztlichen Hochschule Hannover hat sich gezeigt, dass 20 % aller Katzen mit Spulwürmern nach Angaben ihrer Halter ausschliesslich im Haus gehalten wurden. Vermutlich haben sich diese über Wurmeier angesteckt, die unbemerkt an Schuhen oder Taschen mit in die Wohnung getragen werden.

Empfohlen ist daher, auch Wohnungskatzen 1 x im Jahr gegen Spulwürmer zu entwurmen oder alternativ eine Kotuntersuchung durchführen zu lassen und bei Befall zu behandeln. Häufigere Kontrollen bzw. Entwurmungen sind bei Wohnungskatzen nur dann notwendig, wenn sie zusätzlichen Infektionsrisiken ausgesetzt sind, z. B. einen Flohbefall haben, mit einem Hund zusammenleben, auf Ausstellungen gehen oder in einer Tierpension untergebracht werden.

21.01.2009
Kotfressen – erhöhtes Risiko für Wurminfektion?!



Was tun, wenn Hund oder Katze gern Kot anderer Tiere fressen? Stecken sie sich dann mit Würmern an? Dazu folgende Informationen: Fressen Hund oder Katze den Kot ihrer Artgenossen, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich darüber mit Würmern anstecken, enorm hoch. Zwar sind viele Parasitenstadien in frischem Kot noch nicht ansteckungsfähig, aber das Alter des Kots ist nicht auf den ersten Blick erkennbar, man muss daher vom ungünstigsten Fall ausgehen. Man sollte das Kotfressen daher konsequent unterbinden. Ist dies nicht möglich, ist eine monatliche Entwurmung dringend zu empfehlen.

Oft aber fressen Hunde und Katzen gar nicht den Kot ihrer Artgenossen, sondern vielmehr den anderer Tiere wie Kaninchen, Schaf, Pferd oder Kuh. Da die Würmer dieser Tierarten für Hund und Katze nicht ansteckend sind, bedeutet dies kein erhöhtes Risiko. Zu bedenken ist aber, dass Hunde und Katzen, die frei, vielleicht sogar ohne Aufsicht herum laufen und damit Gelegenheit haben, den Kot anderer Tiere zu fressen, allgemein ein erhöhtes Risiko für Wurminfektionen haben. Eine regelmässige Entwurmung bzw. Untersuchung von Kotproben ist daher auch bei diesen Tieren unbedingt notwendig.

19.12.2008
Wurmkuren: Sorge vor Nebenwirkungen unbegründet



ESCCAP empfiehlt für Hunde und Katzen eine sachgerechte Wurmkontrolle und damit auch regelmässige Wurmkuren. Wie belastend aber sind diese Wurmkuren für das Tier?

Natürlich hat ESCCAP bei seinen Empfehlung Nutzen und Risiken für die Tiere sorgfältig gegeneinander abgewogen. Wichtig ist dabei zu wissen, dass die oft als „böse Chemie“ verteufelten Wurmkuren einen grossen Vorteil haben: Ihre Wirkstoffe sind so entwickelt worden, dass sie nur auf solche Strukturen wirken, die ausschliesslich bei Würmern zu finden sind, nicht jedoch oder nur wenig im Organismus von Tier oder Mensch vorkommen. Selbst regelmässige Wurmkuren können Hund und Katze also keinen ernsthaften Schaden zufügen. Und sollte es dennoch einmal zu Nebenwirkungen kommen, so handelt es sich um vorübergehende Magen-Darm-Verstimmungen, ähnlich wie sie auftreten, wenn ein Tier ein Futter nicht so gut verträgt oder im Freien etwas Verdorbenes gefressen hat.

Andersherum ist die Gesundheit von Hund und Katze durchaus gefährdet, wenn auf Wurmkuren verzichtet wird. Nicht zuletzt gefährdet ein Verzicht auf eine sachgerechte Wurmbekämpfung auch den Menschen, denn der kann sich an seinem Tier anstecken und teilweise sogar ernsthaft erkranken. Es gibt also viele gute Gründe, die für den sachgerechten Einsatz von Wurmkuren sprechen.

In manchen Fällen können alternativ zu Wurmkuren auch regelmässige Kotuntersuchungen vorgenommen werden.

13.11.2008
Kotuntersuchung statt Entwurmung?



Grundsätzlich können zur Bekämpfung von Würmern bei Hund und Katze anstelle sachgerechter Entwurmungen auch Kotuntersuchungen vorgenommen werden. Ziel ist es, auf diesem Weg festzustellen, ob ein Tier Würmer hat. Finden sich Hinweise auf einen Wurmbefall, wird das Tier behandelt. Finden sich keine, kann an dieser Stelle auf eine Entwurmung verzichtet werden.

Sachgerecht ist diese Methode allerdings nur, wenn für die Kotuntersuchung über drei aufeinander folgende Tage mindestens jeweils 4 Gramm Kot aufgesammelt werden. Alle drei Proben werden dann als „3-Tages-Sammelprobe“ in der Tierarztpraxis untersucht. Wichtig ist ausserdem, dass die Kotuntersuchungen regelmässig, d.h. genau so oft wie empfohlene Entwurmungen durchgeführt werden. Unter diesen Vorraussetzungen ist die Untersuchung von Kotproben eine gute Alternative zur Entwurmung.

Zwischen der Ansteckung und dem Ausscheiden von Wurmeiern liegt jedoch eine mehr oder weniger lange Entwicklungszeit der Würmer. In dieser Zeit sind noch keine Eier im Kot zu finden, obwohl das Tier bereits mit Würmern infiziert ist. Daher kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Tier nach einer unauffälligen Kotuntersuchung kurz darauf bereits Wurmeier ausscheidet.

17.10.2008
Aktuelle Studie: Jeder fünfte Hund hat Wurmeier im Fell



Über 20 % aller Hunde tragen in ihrem Fell unsichtbare Spulwurmeier, an denen sich auch der Mensch anstecken kann. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Studie, die kürzlich in der internationalen Fachpresse veröffentlicht wurde.

Um zu verhindern, dass Hunde Spulwurmeier im Fell tragen – und damit leicht auf den Menschen übertragen können – empfiehlt ESCCAP eine sachgerechte Wurmbekämpfung. Soll sicher ausschlossen werden, dass der Hund Spulwurmeier ausscheidet, muss man ihn monatlich entwurmen. Dies aber ist nur dann notwendig, wenn besondere Risiken vorliegen. So hat die Studie gezeigt, dass vor allem Welpen und Junghunde sowie Hunde mit dichter Unterwolle Spulwurmeier im Fell aufweisen. Haben solche Hunde viel Kontakt mit Kindern, Senioren oder immungeschwächten Personen, kann in diesen Fällen eine monatliche Entwurmung sinnvoll sein.

Bei allen anderen Hunden sollte sich die Häufigkeit der Entwurmung nach den individuellen Lebensbedingungen des Tieres richten. Gefährdet sind vor allem Hunde, die freien Auslauf und/oder Kontakt mit Artgenossen haben. Sie sollten mindestens 4 x jährlich entwurmt bzw. auf Wurmbefall untersucht werden. Eine individuelle Risikoanalyse für Ihren Hund kann Ihnen Ihre Tierarztpraxis erstellen – fragen Sie sie danach.

11.09.2008
Fuchsbandwurm beim Menschen: Hund als Risikofaktor



Stecken sich Menschen mit dem Fuchsbandwurm an, befällt dieser nicht den Darm, sondern bildet in lebenswichtigen Organen wie der Leber gefährliche Zysten. Es kommt zur alveolären Echinococcose, einer lebensbedrohlichen Erkrankung. In Deutschland wurden allein in den Jahren 2003 bis 2005 insgesamt 60 Fälle gemeldet. Während früher vor allem Personen aus ländlichen Gegenden betroffen waren, ist das Auftreten in der Stadt heute fast genauso hoch. Ausserdem nimmt der Anteil betroffener Frauen zu. „Diese Fakten offenbaren, dass sich die Vorraussetzungen, sich mit dem Fuchsbandwurm anzustecken, in den letzten Jahren verändert haben“, erklärt Prof. Peter Deplazes, Direktor des Institutes für Parasitologie an der Universität Zürich und 1. Vorsitzender von ESCCAP Europa.

Eine Studie zeigt, dass in Deutschland die Hundehaltung ein wesentlicher Risikofaktor ist. Bei den Faktoren, die das Erkrankungsrisiko erhöhen, stand an erster Stelle die Haltung von Hunden, die wilde Nagetiere jagen, gefolgt von dem „Leben auf dem Bauerhof“ und der Haltung von Hunden, die unbeaufsichtigten Freilauf haben. Unter den Personen, die an einer alveolären Echinococcose erkrankten, waren insgesamt nicht nur mehr Hundehalter sondern vor allem solche, die ihren Hund nur unregelmässig entwurmt hatten. Der oft zitierte Verzehr von ungewaschenen Waldbeeren stand dagegen als Risikofaktor an letzter Stelle.

Hunde mit unbeaufsichtigtem Auslauf und/oder Gelegenheit, Nagetiere zu erbeuten, sollten daher monatlich gegen Bandwürmer behandelt werden. Kotuntersuchungen als Alternative zu regelmässigen Wurmbehandlungen sind dagegen ungeeignet, da sie eine Ausscheidung infektiöser Eier, an denen sich der Mensch anstecken kann, nicht verhindern.

„Man darf den Hund nicht als Risikofaktor verteufeln. Es nützt aber auch nichts, die Augen vor Gefahren zu verschliessen. Schliesslich bieten sachgerechte Entwurmungen eine Lösung und sichern das harmonische und gesunde Miteinander von Mensch und Hund“, sagt Prof. Peter Deplazes.

18.07.2008
Tier im Schlafzimmer: Ja. Im Bett: Nein.



Das Zusammenleben mit Hunden und Katzen – zumal, wenn sie fachgerecht entwurmt und gegen Ektoparasiten wie Flöhe behandelt sind – stellt für den Menschen kein grosses Risiko dar. Im Gegenteil: Es bereichert sein Leben enorm! Doch ins Bett gehören Hund und Katze dennoch nicht. Denn der direkte, enge Kontakt, der im Schlaf unkontrolliert stattfindet, birgt gewisse Risiken für den Menschen. So ist in einer Studie mit 60 Hunden nachgewiesen worden, dass 25 % der Tiere Eier des Spulwurms Toxocara canis im Fell trugen. Diese Eier können nicht nur im engen Kontakt auf andere Tiere übertragen werden, sondern auch auf den Menschen.

Für den Menschen ist dies nicht ganz ungefährlich, denn nach versehentlicher Aufnahme infektiöser Spulwurmeier kann es bei ihm zu einer Wanderung von Larven in Gewebe und Organe kommen. Werden bei dieser Wanderung Nervenbahnen, Auge und/oder Gehirn des Menschen befallen, kann dies ernsthafte gesundheitliche Folgen haben.

Und auch bei einem Befall mit Flöhen muss man sich klar machen, dass Flöhe Überträger des Bandwurmes sind und der Mensch sich so im Schlaf über die versehentliche Aufnahme eines einzigen (abgestorbenen) Flohs mit Bandwürmern infizieren kann.

ESCCAP empfiehlt daher, Hund und Katze nicht im eigenen Bett schlafen zu lassen, um einen unkontrollierten engen Kontakt zu vermeiden. Gegen ein Körbchen am Fussende des Bettes und innige Schmusestunden am Tag ist dagegen nichts einzuwenden. Vorausgesetzt der Vierbeiner wurde fachgerecht entwurmt und gegen Ektoparasiten behandelt. Lassen Sie sich dazu in der Tierarztpraxis individuell beraten.

08.07.2008
Rohes Fleisch – da ist der Wurm drin



Frisst ein Tier rohes Fleisch, Innereien oder Schlachtabfälle, die nicht entsprechend erhitzt oder eingefroren wurden, besteht die Gefahr, dass es sich mit Wurmstadien ansteckt, die im Fleisch verborgen sind. Dies heisst aber nicht, dass Hunde aus parasitologischer Sicht grundsätzlich nicht roh ernährt werden dürfen. Wichtig ist nur, dies sachgerecht zu tun. Denn: Zum Schutz von Mensch und Tier sollte einer Wurminfektion über rohes Fleisch gewissenhaft vorgebeugt werden.

Frisst der Hund zum Beispiel rohes Fleisch, das Stadien eines bestimmten Bandwurmes enthält, entwickeln sich im Darm des Hundes Würmer, die seine Gesundheit bedrohen, sein Immunsystem schwächen und zu Nährstoffmangel und Verdauungsstörungen führen können.

Gleichzeitig scheidet das Tier mit dem Kot Wurmstadien aus und trägt diese auch im Fell. Nimmt der Mensch solche Wurmstadien aus Versehen auf, kommt es bei ihm nicht zu einem Wurmbefall im Darm, sondern zu einer gefährlichen Zystenbildung in der Leber und/oder anderen Organen, die aufwändig behandelt werden müssen.

Empfohlen ist es daher, Fleisch, Innereien und Schlachtabfälle vor dem Verfüttern ausreichend zu erhitzen oder einzufrieren. Wichtig ist, dass dies so vorgenommen wird, dass Wurmstadien auch sicher abgetötet und unschädlich gemacht werden:

• über 10 Minuten erhitzen, wobei über diesen Zeitraum eine Kerntemperatur im Inneren des Fleisches von 65° C bestehen, oder
• 1 Woche bei -17° bis -20° C einfrieren

Nur so werden Wurmstadien im Fleisch auch sicher unschädlich gemacht. Wer einen Hund mit rohem Fleisch, Innereien oder Schlachtabfällen ernähren möchte und ein entsprechendes Erhitzen oder Einfrieren nicht gewährleisten kann, sollte ihn zum Schutz von Mensch und Tier alle 6 Wochen entwurmen.